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Tag der Hernie - Die Narbenhernie

Veranstaltung als Videomitschnitt

UPDATE:

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen kann die Präsenzveranstaltung leider nicht stattfinden. Die Vorträge werden in Form eines Videobeitrags auf unserer Website und unserem YouTube Kanal veröffentlicht. Dennoch können Sie gerne Ihre Fragen an unsere Experten richten. Bitte schreiben Sie uns Ihre Fragen an presse@smkr.de oder rufen Sie uns an unter der Tel.Nr.: 02102/851-4771.

 

Wenn die Narbe bricht – Infoveranstaltung zu Eingeweidebrüchen nach Operationen

Wir begehen jährlich in Zusammenarbeit mit der Hernien-Selbsthilfe Deutschland e. V. eine Patienteninformationsveranstaltung, um über Ursachen, Diagnosen und Therapiemöglichkeiten bei dem Krankheitsbild der Hernie aufzuklären.

Der diesjährige „Tag der Hernie“ hat die Narbenhernie zum Thema.

Doch was ist überhaupt eine Hernie? Dr. Richard Klatt, Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie: „Hernie ist der medizinische Fachbegriff für einen Eingeweidebruch. Dabei handelt es sich um eine angeborene oder erworbene Lücke in den Bauchwandschichten, durch die Eingeweide treten. Das Wort „Bruch“ bezeichnet hierbei eine Art Riss in den Schichten der Bauchwand.“

Aufgrund der Häufigkeit ist der Leistenbruch eine der bekanntesten Hernienformen. Doch auch Narbenhernien sind nicht selten. Bei 20-25 Prozent der Operationen, bei denen Schnitte im Bauchraum vorgenommen werden, treten Narbenbrüche auf.

Im Bereich der durchtrennten Bauchdecke ist das Narbengewebe weniger fest und elastisch. Durch große Belastungen der Bauchdecke kurz nach der Operation (z. B. durch starkes Husten, starkes Pressen beim Stuhlgang, schweres Heben) können Narbenbrüche entstehen. Auch Übergewicht, Rauchen, Infektionen der Wunde, Diabestes und andere Begleiterkrankungen sowie mehrfache Bauchoperationen können die Ursache sein.

Als zertifiziertes Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie ist die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Sankt Marien Krankenhauses auf die Operation bei Hernien spezialisiert. Eine schonende und sichere Behandlung sei laut Oberarzt Dr. Richard Klatt das oberste Ziel. So werden die angewandten Verfahren auf jeden einzelnen Patienten angepasst, was eine überdurchschnittlich niedrige Komplikations- und Rezidivrate im Ratinger Krankenhaus zur Folge hat. Dies werde von Herniamed, dem weltweit größten Hernienregister bestätigt.

„Sollte im Bereich einer Narbe nach einer Bauch-OP, ggf. auch Jahre nach der Operation eine kleine Vorwölbung sichtbar werden, empfehle ich, möglichst bald abklären zu lassen, ob ein Eingriff notwendig ist. Mögliche große Brüche können bei frühzeitiger Vorstellung verhindert werden. Meist werden die Patienten bereits nach ein bis zwei Tagen nach einer Operation wieder entlassen“, erklärt Klatt.

Er blickt der Veranstaltung bereits entgegen. Das Beantworten individueller Fragen der Teilnehmer trotz der Umstände, spielt immer eine ganz besondere Rolle. „Einige Patienten sind bereits überaus gut informiert. Ich freue mich dann sehr, noch tiefer auf die einzelnen OP-Techniken und die verschiedenen Netzen, die zum Einsatz kommen, einzugehen“.