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Mit Kreativität und moderner Technik gegen die Einsamkeit – Unsere Seniorenheime zu Zeiten von Corona

Für die Pflege- und Seniorenheime gilt ein generelles Besuchsverbot, auch Ausflüge und andere gemeinsame Aktivitäten, wie Singen und Spielen, sich frei im ganzen Haus zu bewegen sind nicht mehr wie gewohnt möglich.

Das Leben spielt sich drinnen ab, im eigenen Zimmer, gemeinsam mit den anderen Bewohnern, nur noch eingeschränkt auf der jeweiligen Wohnetage und mit dem nötigen Sicherheitsabstand.

Insbesondere für die betagten und hochbetagten Menschen unter uns ist eine Infektion mit dem Corona-Virus mit einem hohen gesundheitlichen Risiko verbunden. Deshalb sind die Schutzmaßnahmen in diesen Einrichtungen besonders wichtig.

Doch was heißt das für den Alltag der Senioren?

Wie fühlt es sich an, Angehörige plötzlich nicht mehr empfangen zu dürfen, keinen Kaffee mit Bewohnern anderer Wohnbereiche mehr trinken zu können, auf Spaziergänge in der Stadt verzichten zu müssen und sich noch nicht auf den nächsten größeren Ausflug freuen zu können?

Normalerweise ist der Alltag mit jeder Menge Unterhaltung gespickt. Da ist für jeden was dabei und diese Abwechslung hält fit – körperlich aber auch mental.

Im Sankt Marien Seniorenheim und dem Seniorenzentrum Marienhof, die beide zur St. Marien-Krankenhaus GmbH gehören, wird mit Kreativität versucht, die ausbleibenden Besuche und anderen Aktivitäten zu kompensieren.

Hubertine Horbach (siehe Foto), eine Bewohnerin des Seniorenzentrums Marienhof, bestätigt: „Ich vermisse die Familie, meine Tochter."

Deshalb haben wir für jeden Wohnbereich nun zwei Tablets angeschafft und ermöglichen per Videotelefonie einen Austausch mit den Familien. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vereinbaren vorab Zeiten mit den Angehörigen, sodass es einen festen Plan gibt, wer wann einen „Termin“ zum Skypen hat .

Dann stellt das Personal die Tablets im Bewohnerzimmer auf, unterstützt zu Beginn mit der Technik und verlässt anschließend das Zimmer. So gelingt es, ein privates Gespräch zu führen, teilweise mit der ganzen Familie auf der anderen Seite des Bildschirms – und ein wenig Normalität in diese ungewöhnlichen Zeiten zu bringen.

Auch unsere Ehrenamtlichen, die sonst zum Skat-Spielen oder Kaffeetrinken und Klönen in die Heime kommen, haben sich der Situation angepasst und halten weiterhin Kontakt zu den Bewohnern. Sie telefonieren regelmäßig und schreiben Postkarten.

Nicht wegzudenken sind aber auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Zeiten gemeinsam mit den Bewohnern beschreiten. Willi Wefel, ein Bewohner des Seniorenzentrums Marienhof antwortet auf die Frage, worüber er sich aktuell im Alltag freue: „Die gute Laune meiner Pflegekräfte, das macht Spaß. Ich habe ein Glas meiner Lieblingskonfitüre von ihnen geschenkt bekommen, darüber habe ich mich sehr gefreut.“

Es gibt allerdings auch Bewohner, die die Situation nicht gut verstehen. Insbesondere bei den demenzkranken Bewohnerinnen und Bewohnern ist die Kommunikation nun besonders wichtig. Hier heißt es in einfacher Sprache wieder und wieder zu erklären, dass das Empfangen von Besuch „zur Zeit nicht geht“ und sich besonders intensiv um diese Bewohner zu kümmern.

Und auch wenn sich alle größte Mühe geben, das Beste aus der Situation zu machen, ist eine herzliche Umarmung der Enkeltochter doch durch nichts zu ersetzen.