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St. Marien Seniorenheim gewinnt Altenpflegepreis

Mit Urkunde: Geschäftsführer Ralf Hermsen, links daneben Heinz Josef Breuer, rechts danben Horst Ramm

Jedes Jahr verleiht Deutschlands führende Fachzeitschrift für Pflegepersonal in Altenpflegeeinrichtungen, die Zeitschrift „Altenpflege“, im Rahmen des Altenpflegekongresses den Deutschen Altenpflegepreis an eine Einrichtung in Deutschland. Dabei lobt die Jury für den Preis, bei dem es immer nur einen Sieger gibt, jährlich ein spezielles Motto aus, unter dem sich alle Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland bewerben können. Der Altenpflegepreis 2015 stand dabei unter dem Motto „Was es am Ende braucht“. Gesucht wurde in dem Zusammenhang das beste Palliativkonzept in einer deutschen Altenpflegeeinrichtung.

Unter allen bundesweiten Bewerbungen suchte eine Fachjury die überzeugendste Konzeption aus und diese kommt aus dem Palliativbereich des St. Marien Seniorenheims in Ratingen. Dieses Ergebnis sorgte natürlich für große Freude bei der Ratinger Delegation, die zur Preisverleihung am gestrigen Dienstag in die Dortmunder Westfalenhallen gereist war.

In ihrer Laudatio stellte Monika Gaier, die Chefredakteurin der Zeitschrift „Altenpflege“ heraus, was den Ausschlag für das Ratinger Konzept gab: „Es sollte ein individuelles Konzept sein, dass zum Standort und zu den Menschen passt und nicht ‚übergestülpt‘ ist. Die Bereiche Schmerzmanagement, Selbstbestimmung, Integration der Angehörigen, Abschiedskultur und auch die regelmäßige Überprüfung des Konzeptes sollten positiv umgesetzt sein. Die Ratinger Bewerbung hat unter diesen Maßgaben absolut überzeugt und wird von der Jury als nachahmenswert eingestuft“.

Bei den anwesenden Mitarbeitern des Hauses und der Hospizbewegung Ratingen war die Stimmung ob dieser Anerkennung herausragend. „Es freut mich unheimlich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass sie für ihren wahrlich nicht leichten Job mit diesem Preis eine tolle Anerkennung erfahren. Gerne wollen wir auch in Zukunft dem Thema der würdevollen Sterbebegleitung in unserer Einrichtung einen breiten Raum gewähren, nicht zuletzt aus unserem Selbstverständnis als christliches Unternehmen“, so ein freudiger Geschäftsführer Ralf Hermsen.

Bereits im Jahr 2004 hatte man gemeinsam mit dem Kooperationspartner, der Hospizbewegung Ratingen, das Palliativ-Care Konzept unter dem Titel „Trauer- und Sterbebegleitung“ ins Leben gerufen. Ebenfalls als Kooperationspartner an Bord ist seitdem auch der Verein „SAPV Niederberg“, ein Zusammenschluss aus niedergelassenen Ärzten in der Region, die für die spezielle ambulante palliative Versorgung sorgen.

Heimleiter Host Ramm ergänzt den Grund dafür, durch den ein Konzept zur erlebbaren Realität wird: „Jeder Mitarbeiter muss ein solches Konzept mittragen und auch leben. Ich bin sehr dankbar, dass genau das bei uns in beeindruckender Weise der Fall ist“.

Wichtiger Bestandteil der Palliativen Versorgung im St. Marien Seniorenheim war von Beginn des Konzeptes bis zur täglichen Sterbebegleitung, wie sie heute täglich von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern geleistet wird, die Hospizbewegung Ratingen. „Unsere Mitarbeiter und Helfer machen ihre Arbeit gerne für die hilfebedürftigen Menschen. Wenn dies mit einer Auszeichnung wie dem Deutschen Altenpflegepreis honoriert wird, dann gibt uns das die Kraft, auch in manchmal schwierigen Situationen die betroffenen Menschen und ihre Angehörigen auf ihrem letzten Weg begleiten zu können“, so der stolze Vorsitzende der Hospizbewegung Ratingen, Heinz Josef Breuer.