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Notfallpraxis im Ärztehaus

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St. Marien Krankenhaus
Werdener Straße 3
40878 Ratingen

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Die Geburt

Ziel der Geburtshilfe unserer Abteilung ist eine ganzheitliche, persönliche und individuelle Betreuung in der Schwangerschaft und während der Geburt. Wir möchten jeder einzelnen Frau die Selbstbestimmung und die Selbstentfaltung bei der Geburt ihres Kindes ermöglichen. Unter Ablegung aller äußeren Zwänge und Einengungen können in einer liebevollen, behutsamen Atmosphäre die körpereigenen, naturgegebenen Kräfte für die Geburt aktiviert werden. Dazu unterstützen wir die freie Beweglichkeit der Patientin bei der Wehentätigkeit, so dass ein Herumgehen, Abstützen, Sitzen, sich vornüber Beugen und Hocken in den einzelnen Phasen der Geburt möglich ist. Durch diese individuellen Lageveränderungen kann der Geburtsablauf ihrem Körperempfinden angepasst werden und wird dadurch wesentlich erleichtert und beschleunigt.

Unser Team ist offen für alle Gebärpositionen, so dass neben den konventionellen Haltungen auch Entbindungen in Seitenlage, im Vierfüßlerstand, der Hocke, auf dem Gebärhocker und als Wassergeburt in einer großzügigen Gebärwanne möglich sind. Auch ambulante Entbindungen sind bei komplikationslosem Verlauf möglich.

Da die Geburt als partnerschaftliches Ereignis anzusehen ist, kommt dem werdenden Vater im Kreißsaal mindestens die gleiche Bedeutung zu wie Hebammen und Ärzten. Er wird in die Begleitung der Geburt mit einbezogen und ist auch im Falle eines Kaiserschnittes mit im Operationssaal, sofern dieser in Regionalänästhesie erfolgt.

Zur Geburtserleichterung und Schmerzbehandlung stehen alternativ-medizinische Maßnahmen wie Homöopathie und Akupunktur, medikamentöse Verfahren, Lachgas, Lokalanästhesieverfahren und die Periduralanästhesie zur Verfügung. Jeder Einsatz dieser Mittel sollte individuell an Schmerzempfindung und Geburtsverlauf angepasst sein.

Als zertifizierte babyfreundliche Geburtsklinik legen wir großen Wert auf die Förderung der Bindung und des Stillens. Dies erfolgt im Kreißsaal durch eine ungestörte Bondingphase nach der Geburt, in der Mutter und Kind Hautkontakt haben. Bei Frauen, die Stillen wollen, erfolgt das erste Anlegen bereits im Kreißsaal. Frauen, die nicht Stillen wollen, empfehlen wir ihrem Kind nach der Geburt Kolostrum (Vormilch) zu geben, das durch Ausstreichen der Brust nach der Geburt mit der Hand gewonnen werden kann. Kolostrum schützt durch seine besonderen Eigenschaften das Kind vor Infektionen und hält den Blutzucker stabil.

Für den Fall, dass bei ihrer Geburt ein Kaiserschnitt erforderlich sein sollte, führen wir die moderne "sanfte" Kaiserschnitt Operation (=Misgav-Ladach-Sectio) durch, bei der dank weniger traumatisierender Operationstechnik eine erheblich kürzere Erholungsphase erforderlich ist. In der Regel erfolgt diese Operation nach Rücksprache mit der Schwangeren in Regionalänästhesie, so dass sie bereits im Operationssaal bei vollem Bewusstsein den so wichtigen ersten Kontakt mit ihrem Kind aufnehmen können. Wie bei normalen Geburten werden die Neugeborenen auch bei einem Kaiserschnitt direkt nach der Geburt der Mutter auf die Brust gelegt um die Bindung zu fördern. Bereits am Operationstag beginnen sie die normale Nahrungsaufnahme und können sich uneingeschränkt bewegen.

Damit wird auch die Verweildauer im Krankenhaus verkürzt, so dass sie frühzeitig in ihre gewohnte häusliche Umgebung zurückkehren können.

Die Natürlichkeit der Geburt steht in unserer Geburtshilfe im Vordergrund. Ein aufgeschlossenes Team von erfahrenen Hebammen, Ärzten und Krankenschwestern bietet alle modernen Hilfen bei der Entbindung an und steht rund um die Uhr zur Verfügung. Neben einer durch Individualität geprägten Atmosphäre ist der optimale Sicherheitshintergrund für Mutter und Kind jederzeit gegeben.