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Protest in Ratingen und Berlin

Die Krankenhausmitarbeiter machen ihrem Ärger Luft. In der Mitte Geschäftsführer Ralf Hermsen und MAV-Vorsitzende Anja Matthysen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus alles Berufsgruppen des Sankt Marien Krankenhauses machten im Rahmen der bundesweiten "Aktiven Mittagspause" am Mittwoch ihrem Ärger über die geplante Krankenhausreform Luft. Auch an den anderen Krankenhäusern im Kreis Mettmann nahmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Protestaktion teil. Zusätzlich war eine Ratinger Delegation nach Berlin gereist, um an der zentralen Kundgebung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) teilzunehmen.

„Wir wollen die Politik mit unserem Protest wachrütteln, denn wir brauchen eine Krankenhausreform, die dort ansetzt, wo die wirklichen Probleme sind“, kritisiert Ralf Hermsen, Geschäftsführer des St. Marien Krankenhauses. Der jetzt vorliegende Entwurf leiste jedoch in vielen Punkten genau das Gegenteil. Die anhaltend schwierige Lage vieler Krankenhäuser, die hohen Belastungen des Personals, vielerorts sogar Personalengpässe, Sanierungsstau infolge unzureichender Investitionsmittel und immer weiter steigender Behandlungsbedarf, insbesondere in den Notfallambulanzen – das seien die drängenden Probleme, die den Krankenhäusern unter den Nägeln brennen und zu deren Lösung die Krankenhausreform maßgeblich beitragen müsse.

Der Entwurf sehe jedoch Belastungen und Kürzungen vor, anstatt die Finanzierung des Personals in den Krankenhäusern zu sichern. Das erzeuge in den Krankenhäusern im Kreis Mettmann sowie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Häusern zu Recht Unverständnis, Protest und Empörung. „Mehr Qualität durch weniger Geld und Personal – diese Formel kann nicht aufgehen“, unterstreicht Anja Matthysen, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung am St. Marien Krankenhaus. Die von der Bundesregierung angestrebte „Stärkung der Pflege am Bett“ könne so unmöglich erreicht werden.