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St. Marien Krankenhaus
Werdener Straße 3
40878 Ratingen

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Der tapfere Jose kann wieder lachen

v.l.: Michael Heil (Benedictus Stiftung), Dr. Thomas Verbeck (Zahnarzt), Ondina dos Santos Carvalho (Stationsleitung), Friedensdorfkind Jose, Dr. Pamela Gimmler (Ltd. Oberärztin Unfallchirurgie)

Die Behandlung schwer kranker Kinder aus unterschiedlichen Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt ist seit Jahren Teil der Arbeit des Sankt Marien Krankenhauses in Ratingen. Organisiert durch das Friedensdorf Oberhausen werden betroffene Kinder zur Behandlung nach Deutschland geflogen und unmittelbar vom Flughafen Düsseldorf zu verschiedenen Kliniken gebracht, die sich ihrerseits zur Behandlung bereit erklären.

Schon zum 12. Mal hat sich dabei das Sankt Marien Krankenhaus Ende des Jahres 2018 dazu entschlossen, kostenlos die Behandlung eines Kindes vorzunehmen, das in seiner Heimat keine wirkliche Chance auf Heilung hat, weil es entweder keine medizinisch-professionelle Behandlung gibt, oder aber der Zugang für den Großteil der Bevölkerung verwehrt wird.

Der 11-jährige José  aus Angola kam mit der Diagnose einer so genannten Osteomyelitis zur Behandlung in die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Sankt Marien Krankenhauses. Hinter dieser Diagnose verbirgt sich eine so genannte Knochen- beziehungsweise Knochenmarksentzündung. „Im Fall von Jose war diese so weit fortgeschritten, dass es offene Stellen am Sprunggelenk gab, bei denen man mit dem bloßen Auge bis auf den blanken Knochen schauen konnte“, so Chefarzt Dr. Christian Marx zum frappierenden Krankheitsbild des Jungen.

Das gesamte Ärzte- und Pflegeteam der Klinik an der Werdener Straße machte sich umgehend an die Arbeit, um Jose schnellstmöglich zu helfen. Als nach einigen Wochen die Wunde weitestgehend geschlossen war, konnte es dann mit der komplexen Behandlung weitergehen. Es folgten mehrere Operationen sowie das Anbringen eines „Fixateur externe“ (externes mit dem Knochen verbundenes Gestell) und später von Knochenplatten, mit dem Ziel dass später die Belastung von Joses Bein ermöglicht wird, so dass Jose eines Tages wieder möglichst normal laufen kann.

Für einen 11-jährigen, der Angola zuvor noch nie verlassen hat, stellt es zweifelsfrei eine besondere Belastung dar, alleine für mehrere Monate in einem deutschen Krankenhaus untergebracht zu sein. Glücklicher Zufall jedoch, dass mit der gebürtigen Portugiesin Ondina dos Santos Carvalho eine Stationsleitung auf der unfallchirurgischen Station wirkt, die wie der kleine Jose portugiesisch als Muttersprache hat, so dass die Kommunikation gut klappt und er sich gut einleben konnte.

In Gesprächen mit dem Jungen wurde dann klar, dass neben der schweren Knochenerkrankung Jose noch etwas anderes enorm zu schaffen macht – schlimme Zahnprobleme. Doch auch hierfür fand sich zum Glück eine schnelle Lösung, da der Ratinger Zahnarzt Dr. Thomas Verbeck sofort bereit war, Jose kostenlos in seiner Praxis an der Düsseldorfer Straße zu behandeln. Nach einigen Sitzungen, die Jose genauso tapfer überstand wie die schweren Eingriffe im Krankenhaus zuvor, waren die Probleme aber schnell im Griff, die Zahnschmerzen passé und Joses Lachen kam zurück.

Aktuell arbeitet das Krankenhaus bei Jose noch gegen hartnäckige Infektionen in Joses Bein, damit die Wundheilung möglichst optimal verlaufen kann. „Bei Infektionen sind Prognosen immer schwierig. Aber wir hoffen natürlich, dass Jose schnellstmöglich in die Lage versetzt werden kann, das Krankenhaus zu verlassen und dass er dann mit seiner Reha, die im Friedensdorf in Oberhausen stattfindet, fortfahren kann“, erklärt die Leitende Oberärztin der Unfallchirurgie und Orthopädie, Dr. Pamela Gimmler.

Finanziell und sachlich unterstützt wird die kostenlose Behandlung Joses im Sankt Marien Krankenhaus von der Benedictus Stiftung Ratingen. Hierbei besteht die Möglichkeit, durch eine Spende an die Stiftung die medizinische Behandlung der Kinder aktiv zu unterstützen. Die Kontoverbindung lautet:

IBAN: DE87 3345 0000 0042 1183 56
Bank: Stadtsparkasse HRV
Zweck: Friedensdorf Kind

Bei Angabe der Kontaktadresse kann eine Spendenquittung zugesandt werden.