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Notfallpraxis im Ärztehaus

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St. Marien Krankenhaus
Werdener Straße 3
40878 Ratingen

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Der christliche Geist des Hauses

In den Einrichtungen der St. Marien-Krankenhaus GmbH fühlen wir uns dem christlichen Glauben verpflichtet. So richten wir unseren Dienst am Gebot der Nächstenliebe und dem Heilungsauftrag Jesu aus.

Würde des Menschen


Wir achten die Würde des Menschen. Sie ist unantastbar. Niemand muss sie sich erst verdienen und niemand kann sie verlieren, weder durch Krankheit, noch durch Alter oder Behinderung. Nach christlicher Überzeugung ist sie göttlichen Ursprungs, da Gott den Menschen als sein Abbild geschaffen hat (Gen 1,27). Wir sind von Gott ins Leben gerufen und er begleitet unsere einmalige Geschichte mit seiner Liebe. Körper, Geist und Seele formen dabei unsere Identität. Sie bilden eine Einheit. So gelten unsere Bemühungen dem ganzheitlichen Wohlbefinden.

Seelische Bedürfnisse


Neben der Beachtung der leiblichen, geistigen und sozialen Anliegen kennzeichnet unser Haus die Berücksichtigung der seelischen Bedürfnisse. Jedes Leiden hat eine religiöse Dimension und wirft Fragen nach dem Sinn des Lebens auf. Darum ist bei uns Raum für seelsorgerliche Begleitung, für Gottesdienst und Gebet. Christliche Symbole sind öffentlich sichtbar und keiner soll sich seiner religiösen Überzeugungen schämen müssen. Der Glaube vermag die inneren Kräfte zu stärken und dadurch zum Heilungsweg beizutragen. Unser Respekt und unsere Toleranz bringen wir auch den Gläubigen anderer Religionen entgegen.

Ethische Sensibilität


Den Grenzbereichen der Medizin begegnen wir mit einer hohen ethischen Sensibilität. Dabei gelten die Grundsätze der Katholischen Kirche. Wir achten und schützen das Lebensrecht des ungeborenen Kindes von der Zeugung an und stehen den Eltern in Notlagen zur Seite.
In unseren Einrichtungen dürfen Menschen in Würde und Frieden sterben. Dabei sind wir getragen von der Hoffnung, dass unser Leben in der Ewigkeit Gottes mündet. Jede Form der Euthanasie lehnen wir ab. Jedoch kann - nach gewissenhafter Prüfung des Patientenwillens - auf lebensverlängernde Maßnahmen der Intensivmedizin verzichtet und die ärztliche Behandlung auf die Linderung von Schmerzen, Unruhe und Angst ausgerichtet werden. Dabei legen wir Wert auf eine vertrauensvolle Umgebung durch die Begleitung nahe stehender Personen.

Partnerschaftlicher Umgang


Schon der heilige Paulus beschreibt die christliche Gemeinschaft als einen lebendigen Organismus, bestehend aus dem einen Leib mit vielen Gliedern. Im Zusammenspiel ist jeder gleich wichtig und keiner darf fehlen. „Wenn ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, dann freuen sich alle anderen mit ihm.“ (1 Kor 12,26) Dieser Teamgeist prägt die persönliche Atmosphäre unseres Hauses, und die Vernetzung mit vielen Partnern ermöglicht kurze Wege für eine kompetente Weitervermittlung. Nicht zuletzt ermutigt uns Jesus Christus, im Umgang mit unseren Grenzen und Schwächen aus der Kraft der Vergebung zu leben. Sie eröffnet den Freiraum, um aus Fehlern lernen zu können und den Dienst an den Menschen zu optimieren.

Ein Grab für die ganz Kleinen


„Keinen Schritt auf dieser Erde getan, aber unauslöschliche Spuren in unseren Herzen hinterlassen. Zum Gedenken an die tot geborenen Kinder.“ So lautet die Inschrift des Grabsteines auf dem kath. Friedhof der Pfarrei St. Peter und Paul. Hier können Eltern, die durch Fehl- oder Totgeburt ihr Kind verloren haben, einen Ort für ihre Trauer finden. Sei es, dass sie ihr Kind an dieser Stelle kostenfrei und unbürokratisch beerdigen möchten, oder sei es, dass sie einen Gedenkplatz für ihr Kind suchen, das an anderer Stelle beerdigt wurde. An diesem würdevollen Ort der Stille können sie sich ihrem Kind nahe fühlen und seiner gedenken. Vielleicht erahnen sie an diesem Ort die Hoffnung, die uns Christen trägt: Dass das Leben ihres Kindes nicht einfach ausgelöscht wurde. Gott ruft die Kinder zu sich und schenkt ihnen das Leben, das ihnen auf Erden verwehrt war. Mögen ihren Eltern daraus Trost und neue Zuversicht erwachsen.

Daniel Schilling, Pfarrer von St. Peter und Paul