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Helmut Dreier nach 75 Jahren im Kirchendienst verabschiedet

Manche Gottesdienstbesucher in der Kapelle des St. Marien-Krankenhauses wischten sich mehr oder minder verstohlen ein paar Tränen aus dem Gesicht, als Pater Ignaz den langjährigen Organisten Helmut Dreier verabschiedete: Rund 75 Jahre im aktiven Kirchendienst gingen für den „Küster mit Leib und Seele“ zu Ende.
In seiner Heimatgemeinde St. Bernhard in Duisburg-Meiderich begann der heute 86-Jährige als Messdiener, half in frühen Jahren als Küster aus und entschied sich, diesen Beruf – für ihn eher eine Berufung – zu ergreifen. Den Sakristandienst übte Dreier unter anderem mehrere Jahre in St. Cäcilia, Benrath, aus; 35 Jahre, bis zu seiner Pensionierung, wirkte er an St. Franziskus Xaverius in Mörsenbroich.
Als er im Ruhestand nach Ratingen übersiedelte, war das mit der Ruhe so eine Sache: „Als Pfarrer Oermann mitbekam, wer da in seine Gemeinde gezogen war, hat er mich gleich als ehrenamtlicher Küstervertreter verpflichtet.“ Dreier erinnert sich schmunzelnd, wie er in einer Frauenmesse eingeführt wurde: „Da haben wir einen dicken Fang gemacht“, sagte Oermann. Als Organist Stader in der Krankenhauskapelle aufhörte, folgte ihm Dreier nach.
Wie viele Priester hat er in all den Jahrzehnten kennen gelernt? Mit Rainer Maria Kardinal Woelki war Dreier schon in dessen Kaplansjahren bei einem Essen im kleinsten Kreis zusammen; Domprobst Gerd Bachner stammt aus St. Franziskus Xaverius, war Messdiener bei Dreier. Pfarrer Ulrich Kern aus Heilig-Geist in Ratingen war ebenfalls Messdiener in St. Franziskus Xaverius zu Dreiers Zeiten
Niemals geht auch ein Helmut Dreier so ganz. Pater Ignaz bot ihm in seiner warmherzigen Abschiedsrede an: „Wenn es die Gesundheit zulässt, würden wir uns freuen, wenn sie hin und wieder die Orgel spielen.“