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Ein Bruch in der Bauchwand - Was tun bei einer Hernie?

Der jährliche Aktionstag „Tag der Hernie“ findet anlässlich des Todestages des Künstlers Henri Matisse am 3. November statt. Henri Matisse erlitt zwölf Jahre Schmerzen und Bettlägerigkeit wegen eines großen Narbenbruches nach einem erfolgreich operierten Dickdarm-Krebs. Aus diesem Anlass initiiert die Hernien-Selbsthilfe Deutschland e. V. jedes Jahr an diesem Tag Aktivitäten zum Thema „Hernien“ an verschiedenen Orten in Deutschland. Nur dieses Jahr wurden die Veranstaltungen auf den 2. November vorverlegt, da der 3. November auf einen Sonntag fiel.

Doch was ist überhaupt eine Hernie?
In der Medizin spricht man von einer Hernie, wenn man einen Eingeweidebruch meint. Dabei handelt es sich um eine angeborene oder erworbene Lücke in den Bauchwandschichten, durch die Eingeweide treten. Das Wort „Bruch“ meint hierbei eine Art Riss in den Schichten der Bauchwand.

Aufgrund der Häufigkeit ist der Leistenbruch eine der bekanntesten Hernienformen. Ein Viertel aller Männer (und drei Prozent der Frauen) erleiden im Laufe ihres Lebens einen Leistenbruch. Doch auch Narbenhernien sind nicht selten. Bei 20-25 Prozent der Operationen, bei denen Schnitte im Bauchraum vorgenommen werden, treten Narbenbrüche auf.

In Ratingen hat die Hernien-Selbsthilfe Deutschland e. V. das Sankt Marien Krankenhaus für eine gemeinsame Patienten-Informationsveranstaltung zum Tag der Hernie gewinnen können.

Seit Januar 2019 hat das Sankt Marien Krankenhaus ein zertifiziertes Kompetenzzentrums für Hernienchirurgie und ist dementsprechend ein kompetenter Partner bei der Ausrichtung des Tags der Hernie.

Dr. Richard Klatt, Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, betont „wir bieten eine höchstmögliche Qualität für eine schonende und sichere Behandlung und passen dabei die Verfahren dem Patienten an und nicht umgekehrt.“
Die Komplikations- und Rezidivraten geben ihm Recht, sie sind laut Herniamed, dem weltweit größten Hernienregister überdurchschnittlich niedrig.
Dr. Richard Klatt und seine ärztlichen Kollegen haben beim „Tag der Hernie“ über verschiedene Krankheitsbilder, Diagnose- und Therapietechniken informiert.

Neben der ärztlichen Perspektive ist auch die Darstellung der Patientensicht wichtig. Deshalb haben auch zwei Betroffene, die gleichzeitig ehrenamtlich bei der Hernien-Selbsthilfe Deutschland e.V. tätig sind, von ihrer Krankheit berichtet und Fragen interessierter Bürgerinnen und Bürger beantwortet.

Außerdem gab es noch ein besonderes Highlight:
Die Besucher konnten ihre Fingerfertigkeit testen und einmal in die Rolle eines Chirurgen schlüpfen: Am Laparoskopieturm konnten sie eine minimalinvasive OP erleben, indem sie Gummibärchen mit chirurgischem Gerät fischen konnten.